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beim Staatlichen Institut für Musikforschung


Bach-Cembalo

Das Deutsche komponieren? Ferruccio Busoni in Berlin, New York und Zürich 1914–20


Mittwoch, 16.7.2014, 19 Uhr

Referentin: Susanne Fontaine, Berlin

Ort: Staatliches Institut für Musikforschung, Curt-Sachs-Saal
Musikinstrumenten-Museum, Eingang Ben-Gurion-Straße

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Im Gegensatz zu vielen seiner Zeitgenossen, die den Kriegsausbruch euphorisch begrüßten, stellte dieses Ereignis für den italienischen Pianisten und Komponisten Ferruccio Busoni (1866-1924) eine Katastrophe dar. In Briefen, Texten und Kompositionen, u.a. den Opern Arlecchino (1917) und Doktor Faust (1925), setzte sich Busoni mit dem Krieg und der Frage nach dem Deutschen auseinander. Busoni war zeit seines Lebens Kosmopolit. Er wurzelte im habsburgischen Vielvölkerstaat; er konzertierte und lehrte als Pianist in Europa und den USA. Pazifistisch eingestellt, verbrachte der Wahl-Berliner die Zeit des Ersten Welt­kriegs in New York und Zürich, bevor er 1920 in die verarmte Hauptstadt der Weimarer Republik zurück­kehrte. Für Busoni als Repräsentanten der »Welt von Gestern« (Stefan Zweig) stand die neue Ordnung in Europa nicht für politische Aufbrüche, sondern für bürokratische Schikanen, materielles Elend und vor allem für geistige Enge.


Unlike many of his contemporaries, who welcomed the hostilities with open arms, the Italian pianist and composer Ferruccio Busoni (1866–1924) considered the outbreak of war to be an unmitigated catastrophe. In letters, texts and compositions including the operas Arlecchino (1917) and Doktor Faust (1925), Busoni addressed questions of war and what it was to be German. Busoni was a cosmopolitan, growing up in the Habsburg multi-national state and giving piano concerts and instruction in Europe and the US. Pacifist in outlook, he left his chosen city of Berlin and spent the war years in New York and Zurich, returning to the impoverished capital of the Weimar Republic in 1920. For Busoni, who repre­sented the “World of Yesteryear” (Stefan Zweig), the new European order did not mark the dawn of a brave new politics but rather stood for wanton and malicious bureaucracy, material privation and, above all, intellectual narrow-mindedness.

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Im Rahmen der Vortragsreihe "Avantgarde!? - Musikgeschichte 1914"
zum Themenjahr „1914. Aufbruch. Weltbruch“

der Stiftung Preußischer Kulturbesitz
2. Juli – 8. Oktober 2014
Konzept und wissenschaftliche Leitung: Andreas Meyer

Mehr Informationen (Flyer zur gesamten Vortragsreihe) [PDF, 790 KB]
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Im Rahmen der Ausstellung: AVANTGARDE!
Eine Ausstellung der Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin,
und der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
6. Juni – 12. Oktober 2014

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FORSCHUNG ONLINE

Tempomessungen in Klaviersonaten Ludwig van Beethovens
Heinz von Loesch und Fabian Brinkmann

Tempomessungen anhand von Interpretationen dreier Klaviersonaten Ludwig van Beethovens werfen Fragen auf wie: Haben sich das Tempo und die Tempogestaltung im Lauf der Zeit verändert? Gibt es national- bzw. kulturspezifische Traditionen? Lassen sich intersubjektive Tempoentscheidungen dingfest machen? Wie hat sich die Tempogestaltung bei ein und demselben Künstler über die Jahre und Jahrzehnte gewandelt? Wie verhält sich die interpretatorische Praxis zu dem, was die Werkausgaben berühmter Interpreten empfehlen?   mehr ...

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