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beim Staatlichen Institut für Musikforschung


Bach-Cembalo

Vortrag: Ein Requiem zu Kriegsbeginn? Max Regers Fragment op. 145 a und die »Ideen« von 1914


Mittwoch, 24.9.2014, 19 Uhr

Referent: Wolfgang Fuhrmann, Wien

Ort: Staatliches Institut für Musikforschung, Curt-Sachs-Saal
Musikinstrumenten-Museum, Eingang Ben-Gurion-Straße


»Ich werde jetzt ein Requiem großen Stils für Soli, Chor, Orchester und Orgel schreiben ›Dem Andenken der im Kriege 1914/15 gefallenen deutschen Helden!‹ Das wird Ihnen doch sicherlich sympathisch sein; das muß ein ganz großes Ding werden!« kündigte Max Reger am 3. Oktober 1914 seinem Verleger Simrock an, und fuhr fort: »Nach diesem Requiem schreibe ich ein Te Deum ebenso großen Styls. (›Seiner Majestät dem deutschen Volke!‹)« Dieses so monumentale wie nationalistische Unternehmen scheiterte: Mitte Dezember brach Reger die Komposition des geplanten Requiem in der Sequenz Dies irae ab und versank in eine depressive Schaffenskrise. Zurück blieb ein gewaltiger Torso, eins der beeindruckendsten Fragmente der Musikgeschichte. Über die Gründe lässt sich nur spekulieren: Waren es die Einwände von Karl Straube gegen Regers Textbehandlung, kompositionsimmanente Gründe, Probleme der Gattungs­geschichte oder die unübersehbar gewordenen Gräuel des Weltkriegs, die Regers Requiem scheitern ließen?


“I am now going to compose a grand requiem for soloists, chorus, orchestra and organ. It will be called ‘In memory of German heroes who fell in the Great War of 1914/15!’ I’m sure you’ll welcome that. It can’t fail to be a rip-roaring success!” Such was the announcement made by Max Reger on 3rd October 1914 to his publisher, Simrock. He went on: “After the requiem I’ll write a Te Deum, no less extravagant. (‘Seiner Majestät dem deutschen Volke!’)” His monumental, nationalistic venture came to nothing. In mid December Reger abandoned the planned requiem while composing the “Dies irae” section and sank into depression and creator’s block, leaving behind the bulging torso of a work, one of the most impressive fragments in the history of music. We can only guess at his reasons. Did Reger’s Requiem fail on composi­tional grounds, due to problems posed by the history of the genre, because Karl Straube had objected to Reger’s lyrics or as a direct result of the blatant horrors of the war?



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Im Rahmen der Vortragsreihe "Avantgarde!? - Musikgeschichte 1914"
zum Themenjahr „1914. Aufbruch. Weltbruch“

der Stiftung Preußischer Kulturbesitz
2. Juli – 8. Oktober 2014
Konzept und wissenschaftliche Leitung: Andreas Meyer

Mehr Informationen (Flyer zur gesamten Vortragsreihe) [PDF, 790 KB]
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Im Rahmen der Ausstellung: AVANTGARDE!
Eine Ausstellung der Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin,
und der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
6. Juni – 12. Oktober 2014

   Ausstellungshallen Kulturforum


»Besaxung« bei JAZZ im MIM

Am Donnerstag, den 25. September 2014 ist um 19.30 Uhr ist das Quartett »Besaxung« bei JAZZ im MIM zu Gast. Der Name ist dabei in seiner Doppeldeutigkeit ernst gemeint: Besatzung durch Jazz einerseits, andererseits ein exaltierter Sound, der stark durch das Saxophon markiert wird.   Mehr


Das neue Halbjahresprogramm ist da!

Das neue ALTE MUSIK live Programm für die zweite Jahreshälfte liegt vor. Neben den zahlreichen Konzerten und Veranstaltungen laden wir Sie ganz besonders zum Fest der Freunde am 19. Oktober ein, dem Gründungsfest des Fördervereins für das Musikinstrumenten-Museum. mehr ... [PDF, 3,4 MB]



FORSCHUNG ONLINE

Tempomessungen in Klaviersonaten Ludwig van Beethovens
Heinz von Loesch und Fabian Brinkmann

Tempomessungen anhand von Interpretationen dreier Klaviersonaten Ludwig van Beethovens werfen Fragen auf wie: Haben sich das Tempo und die Tempogestaltung im Lauf der Zeit verändert? Gibt es national- bzw. kulturspezifische Traditionen? Lassen sich intersubjektive Tempoentscheidungen dingfest machen? Wie hat sich die Tempogestaltung bei ein und demselben Künstler über die Jahre und Jahrzehnte gewandelt? Wie verhält sich die interpretatorische Praxis zu dem, was die Werkausgaben berühmter Interpreten empfehlen?   mehr ...

Weitere Themen auf   Forschung online


• Valuable nuances of tuning for part 1 of J. S. Bach's »Das wohl temperirte Clavier«

• Validation of computational tuning systems