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Das Berliner "Bach-Cembalo"

Das sogenannte "Bach-Cembalo" gilt als Reliquie unter den Instrumenten des Berliner Musikinstrumenten-Museums. Der Überlieferung nach stammt es aus dem Besitz Wilhelm Friedemann Bachs, der es von seinem Vater Johann Sebastian geerbt haben soll. Nachzuweisen ist dies allerdings nicht. Als Erbauer ist mit großer Wahrscheinlichkeit ein Mitglied der Familie Harrass aus Großbreitenbach in Thüringen anzunehmen.

Die Aura des Namens Bach und die unbestreitbare Qualität des Instruments sorgten dafür, dass in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts das "Bach-Cembalo" Modellcharakter gewann und vielfach nachgebaut wurde. Im Musikinstrumenten-Museum selbst sind in jüngerer Zeit von Horst Rase und Thomas Lerch zwei Nachbauten des Instruments angefertigt worden, die in Material, Mechanik und Klang dem nicht mehr spielfähigen Original möglichst nahekommen sollen. Zudem repräsentieren die Nachbauten zwei verschiedene Zustände in der Geschichte des "Bach-Cembalos", das durch Reparaturen und Erweiterungen mehrfach tiefgreifend verändert worden ist.

Bach-Cembalo, Kat.-Nr. 5614 [MP3, 190 KB]