###

Assisted Resonance (AR)

 

Das Prinzip der Nachhallverlängerung nach dem Verfahren der Assisted Resonance (AR) ist die Verstärkung von natürlichen Eigenfrequenzen des Raums. Mit Hilfe von zugeführter Energie wird ein Teil der durch Schallschluckung verursachten Energieverluste ersetzt. Ein solches System zur unterstützenden Resonanz besteht aus einer Vielzahl von Kanälen, die auf einzelne Eigenfrequenzen abgeglichen sind. Dabei wird darauf geachtet, daß jeder Kanal soweit wie möglich frequenzunabhängig von den anderen abgestimmt wird. Man erreicht dies durch den Einsatz akustischer Resonatoren mit einer bestimmten Eigenfrequenz (Helmholtz-Resonatoren). Innerhalb dieser Resonatoren ist jeweils ein Mikrofon angebracht, dessen frequenzspezifisches Signal über einen angeschlossenen Verstärker und Lautsprecher an anderer Stelle des Raumes wieder abgestrahlt wird. Die Phasenlage des Verstärkers muß dabei an die Eigenschwingung des Raums so angepasst werden, daß das Ausgangssignal des Lautsprechers das Mikrophon in der gleichen Phase wie das Originalsignal erreicht. Unter der Voraussetzung, dass das Originalsignal den Zuhörer zuerst erreicht und sich dieser nicht zu nahe an dem unterstützenden Lautsprecher befindet, ist es - nach dem "Gesetz der ersten Wellenfront" - subjektiv nicht möglich zu bestimmen, woher die zusätzliche Schalleistung kommt. Eine solche Anlage wurde erstmals in der Royal Festival Hall in London von P.H. Parkin verwirklicht (siehe Parkin, P. H., und Morgan, K.: Assisted Resonance in the Royal Festival Hall London: 1965-1969, in: Journal of the Acoustical Society of America, Vol. 48 [1970">, S. 1025-35).