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Bibliothek

 

Die Bibliothek des Staatlichen Instituts für Musikforschung ist eine wissenschaftliche Spezialbibliothek, die in erster Linie die Wissenschaftler des Instituts bei ihrer Arbeit unterstützen soll. Sie steht aber auch externen Benutzern offen, zur Arbeit im Lesesaal wie, mit Einschränkungen, zur Ausleihe.

Kontakt:   Bibliothek
Telefon +49 (0)30 254 81-155

Öffnungszeiten

Dienstag bis Donnerstag 10–17 Uhr
Freitag 10–12 Uhr
Montag geschlossen

Benutzungshinweise

Alle Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet und einen polizeilich gemeldeten Wohnsitz in Berlin haben, können sich nach Vorlage gültiger Personaldokumente und Entrichtung einer Benutzungsgebühr von 15,– Euro einen Jahresausweis zur Ausleihe außer Haus ausstellen lassen. Personen, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, können sich nach Vorlage gültiger Personaldokumente und Entrichtung einer Benutzungsgebühr von 5,– Euro einen Jahresausweis zur Benutzung der Bestände im Lesesaal des SIMPK ausstellen lassen. Bei Vorlage eines Jahresausweises einer anderen Bibliothek der Stiftung Preußischer Kulturbesitz wird der Ausweis für die Bibliothek des SIMPK kostenlos ausgestellt.

Kataloge

Die Bibliothek des SIMPK gehört als Teil des Bibliotheksverbunds der Stiftung Preußischer Kulturbesitz dem GBV (Gemeinsamer Bibliotheksverbund) an; der    Online-Katalog ist z. Zt. zu 88 % vollständig. Für den vollständigen Nachweis älterer Titel steht Ihnen weiterhin der Kartenkatalog (Alphabetischer Katalog, Systematischer Katalog, Schlagwortkatalog sowie Schlagwortkatalog der Aufsätze) in unserer Bibliothek zur Verfügung. Bücher, die vor 1990 erschienen sind, werden zudem zentral im    Berliner Gesamtkatalog (BGK) unter dem Bibliothekssigel B 763 für das SIMPK verzeichnet. Der Zeitschriftenbestand ist auch in der    Zeitschriftendatenbank (ZDB) enthalten. Die Handschriften- und Nachlaßbestände sind im Portal    Kalliope nachgewiesen.

Bestand und Sammelschwerpunkte

Die Bibliothek des SIMPK umfaßt ca. 57.000 Bände. Der Bestand ist überwiegend im Freihandbereich zugänglich; die im Magazin verwahrten Titel können ohne lange Wartezeit bestellt werden. Es werden über 200    laufende Zeitschriften vorgehalten. Die Bibliothek nimmt am deutschen und internationalen Leihverkehr teil.

Die Sammelschwerpunkte der Bibliothek sind in der Hauptsache an den im Institut durchgeführten Forschungsprojekten ausgerichtet: Musikgeschichte, Musiktheorie, Musikinstrumentenkunde und Systematische Musikwissenschaft.

Separat magaziniert ist die Musikbibliothek des Musikkritikers und -schriftstellers    Hans Heinz Stuckenschmidt (1901–1988), die hauptsächlich aus Musikliteratur, Musikalien und Schallplatten zur Musik des 20. Jahrhunderts besteht.

Handschriften

Die Bibliothek des SIMPK besitzt ca. 650 Musikmanuskripte (davon 320 Autographen) und über 6000 Briefe und sonstige Manuskripte.

Nachlässe und Sammlungen

Zum Bibliotheksbestand zählen mehr als 40 Nachlässe und Sammlungen, wie    August Wilhelm Bach,    Imogen Fellinger,    Oskar Fleischer,    Herbert Graf,    August Eduard Grell,    Helmut Haack,    Bernhard Irrgang,    Ernst Jedliczka,    Joseph Joachim,    Raoul Koczalski,    Hermann Matzke,    Joachim Matzner,    Werner Menke,    Musikinstrumentenfabrik Moritz,    Josef Rouschil,    Hermann Schmidt,    Max Schneider,    Rudolf Schwartz,    Max Seiffert,    Alfred Sittard,    Fritz Stein,    Kurt Strickert,    Carl Maria von Weber (Briefe an Gottfried Weber),    Ludwig Wüllner (darin Kryptonachlässe Franz Wüllner und Anna Wüllner-Hoffmann), sowie der Bestand    Historisches Archiv SIM, der Unterlagen zur Geschichte des SIMPK und seiner Vorgängerinstitutionen enthält.

Photokopien

Seit 1917 wurde an den Vorgängereinrichtungen des SIMPK eine Sammlung fotografischer Reproduktionen angelegt, die eine möglichst große Zahl musikalischer Quellen in reproduzierter Form für die Denkmäler-Editionen deutscher Musik verfügbar machen sollte. Das Unternehmen geht auf eine Initiative Max Seifferts zurück, der während des Ersten Weltkrieges damit begonnen hatte, musikalisches Quellenmaterial aus den Beständen des Brüsseler Conservatoire reproduzieren zu lassen.

Die Photokopiensammlung ist mit anderen Beständen in der Folge des Zweiten Weltkrieges in die Sowjetunion verbracht worden und kehrte Ende der 1950er Jahre nach Ost-Berlin an die Deutsche Staatsbibliothek (Unter den Linden) zurück. Nach der Wiedervereinigung im Jahre 1990 ist die Sammlung an das Staatliche Institut für Musikforschung zurückgegeben worden.

Die Sammlung ist aufgrund der Kriegswirren und der mehrfachen Verlagerung nicht mehr vollständig erhalten und zählt nurmehr wenig über 220 Titel. Von besonderem Interesse sind fotografische Wiedergaben solcher Quellen, die im Zweiten Weltkrieg verlorengegangen sind, wie etwa das Plauener Orgelbuch.

Bitte beachten Sie, daß die Benutzung von Handschriften, Nachlässen und Sammlungen nur nach rechtzeitiger vorheriger Anmeldung möglich ist.

Anmeldung Sonderbestände [PDF, 320 KB]
Merkblatt Sonderbestände [PDF, 30 KB]
Entgeltliste für reprographische Arbeiten [PDF, 20 KB]
Antragsformular für reprographische Arbeiten [PDF, 30 KB]

Tonträger

Die Tonträgersammlung des SIMPK besteht aus ca. 8.800 Black Discs (Langspielplatten und Schellackplatten), 1.500 Compact Discs, 175 Lochscheiben, 3.000 Notenrollen, 580 Phonographenwalzen, und 1.600 Magnetbändern, vornehmlich mit Aufnahmen zur instrumenten- und interpretationskundlichen Dokumentation und Forschung.

Die Tonträgersammlung ist eine Präsenzsammlung und dient in erster Linie internen Forschungszwecken.