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Flöten aus dem Besitz Friedrich II.

Der preußische König Friedrich II. war ein enthusiastischer Musikliebhaber und ein guter Querflötenspieler. Schon lange vor seiner Thronbesteigung hatte Friedrich in Ruppin und Rheinsberg Musiker um sich geschart, von denen er sich unterrichten ließ und mit denen er gemeinsam musizierte: Carl Heinrich Graun, sein späterer Kapellmeister, Franz Benda, Carl Philipp Emanuel Bach, insbesondere aber Johann Joachim Quantz. Dieser hatte nicht nur die Aufgabe, Friedrich im Flötenspiel zu unterweisen und bei den abendlichen Kammermusiken mitzuwirken - auch die Überwachung des preußischen Flötenbaus gehörte zu seinen Pflichten.

Das Museum besitzt mehrere Querflöten, darunter eine aus Ebenholz und eine aus Walrosszahn, die sich im Besitz Friedrichs befunden haben. Dies belegen ein handschriftliches Zeichen (FR=Fredericus Rex) und schriftliche Belege aus der Zeit um 1800. Zwei dieser Instrumente dürften tatsächlich nach Quantzens Vorstellungen gefertigt worden sein. Ebenfalls aus dem Besitz des Preußenkönigs stammen zwei weitere Querflöten mit Kasten von I. Scherer aus Butzbach (Hessen) aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts.

Eine Grifftabelle für die Querflöte, die im Besitz Friedrichs war (dies belegt der Eintrag links unten: "Frederici a Berlin ce Janivier 1753"), ist vermutlich von Quantz angelegt worden.

Querflöte, Kat.-Nr. 5076 (Flash)