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Nähtischklavier und Spazierstockinstrumente

Typisch für die Wohn- und Musikkultur der Biedermeierzeit sind das Klavier und dessen Abarten. Durch die Beengtheit der Räume jedoch entstand ein gewisser Bedarf an Musikinstrumenten kleinen und kleinsten Formats. Das Tafelklavier etwa wurde in regelrechten Miniatur-Ausführungen hergestellt, so als Reise- und Nähtischklavier. Letzteres klingt spieluhrenhaft und ist im Tonumfang auf gerade einmal drei Oktaven beschränkt.

Für das Musizieren im Freien, das sich im Biedermeier großer Beliebtheit erfreute, wurden Wander- und Stockinstrumente gebaut, die sowohl als Spazierstöcke als auch als regelrechte Musikinstrumente dienten. Im Musikinstrumenten-Museum sind Stockflöte, Stockklarinette und Stockgeige zu bewundern, zum Teil - wie etwa die Klarinette - äußerst kunstvoll gefertigte Instrumente.