###

Reisecembalo - clavecin brisé

Eine absolute Rarität des Musikinstrumenten-Museums ist ein Cembalo, das am Hof Friedrichs II. für den Reisegebrauch zur Verfügung stand. Es wurde zwischen 1700 und 1704 in Paris gebaut, der Erfinder dieses Typs Reisecembalo (clavecin brisé) war der Franzose Jean Marius. Das clavecin brisé unseres Museums wurde von der Herzogin von Orléans als Reiseinstrument genutzt und dann der Königin Sophie Charlotte von Preußen geschenkt. Es ist signiert mit den Brandstempeln EXCLUSIF PRIVILEGE DU ROY und MARIUS.

Das Instrument besteht aus drei Teilen, die nach dem Einschieben der Klaviaturen so zusammengeklappt werden können, dass ein geschlossener, länglicher Kasten entsteht. Auf diese Weise könnte das Cembalo unproblematisch aufbewahrt und transportiert werden. An der linken Zarge des Bassteils ist eine Stimmvorrichtung angebracht, mit deren Hilfe eine barocke Temperatur gelegt werden kann.
Das Reisecembalo ist das einzige Tasteninstrument, das aus der Preußischen Kunstkammer an das Musikinstrumenten-Museum kam und heute noch erhalten ist.

Reisecembalo, Kat.-Nr. 288 (Flash)