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Renaissance des Cembalobaus

Angeregt durch den französischen Klaviervirtuosen Louis Diémer kam es Ende des 19. Jahrhunderts zu einer Renaissance des Cembalobaus. So wurden auf der Pariser Weltausstellung 1889 drei Cembalo-Neukonstruktionen gezeigt: Zwei waren von den größten französischen Klavierfabrikanten Érard und Pleyel hergestellt worden, das dritte stammte von dem Restaurator Louis Tomasini. Merkmale des zeitgenössischen Klavierbaus - etwa die Rastenbauweise - wurden bei diesen Instrumenten mit Gehäuse- und Klangeigenschaften des historischen Cembalos verknüpft. Alle drei Cembali der Weltausstellung wurden in den 60er Jahren nach jahrelanger Detektivarbeit vom Berliner Musikinstrumenten-Museum erworben.

Die modernen Cembali erregten im ausgehenden 19. Jahrhundert durchaus die Aufmerksamkeit der Fachwelt, erlaubten sie doch dank ihrer zwei Manuale und der mehrchörigen Besaitung eine Vielzahl von Klangdifferenzierungen. Die Registerschaltung erfolgte entweder über Züge oder - wie bei dem abgebildeten Instrument von Pleyel - über Pedale.