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Studien zur Geschichte der Musiktheorie, Band 3

OLIVER BUSCH, Logos syntheseos. Die euklidische Sectio canonis, Aristoxenos, und die Rolle der Mathematik in der antiken Musiktheorie. Im Anhang: Katatome kanonos. Die Teilung des Kanon. Die euklidische Sectio canonis in deutscher Übersetzung. Hildesheim, Zürich, New York: Olms, 2003. (Veröffentlichungen des Staatlichen Instituts für Musikforschung. X)

Ohne ihren Gegner beim Namen zu nennen, unternimmt die Sectio canonis eine Widerlegung der aristoxenischen Intervallehre auf der Basis einer pythagoreisch inspirierten Auffassung musikalischer Intervalle als Zahlverhältnisse. Die Verknüpfung von Akustik, arithmetischer Proportionstherorie und Harmonielehre wird hier more geometrico vollzogen, ohne daß die Grundlagen der berührten Disziplinen explizit zur Sprache kämen. Angesichts der Fülle wissenschaftgeschichtlicher Voraussetzungen, auf denen die Argumentation der Sectio canonis beruht, leistet die Studie von Oliver Busch eine systematische Erläuterung und terminologisch-historische Kommentierung der an den Elementen Euklids orientierten Schrift. Der Anhang bringt die Sectio canonis - Zeugnis eines erbitterten Richtungsstreits in der griechischen Musiktheorie - erstmals in deutscher Übersetzung.