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Nachdenken über Musik - Vortragsreihe

Wann: So 10.01.2016, 16:00 Uhr
Wo: Curt-Sachs-Saal

Bach – Brahms – Beethoven & Co.
Warum leben wir heute in einem Musik-Museum?


Ein Streitgespräch mit Bernhard Morbach und Martin Elste

Die Musik, die heutzutage im Konzertleben, in den Opernhäusern und in denjenigen Radioprogrammen erklingt, die sich der sogenannten »Klassischen Musik« verpflichtet fühlen, scheint in einem tiefen Sumpf der Musealität versunken. Durch die Struktur dieses musikalischen Angebots vertreten die Funktionäre des gegenwärtigen Musikbetriebs indirekt die These, dass die Komponisten »vor Bach« nur Vorbereitungsarbeit geleistet hätten und dass die Musik, die unmittelbar in der Gegenwart komponiert wird, nur in homöopathischer Dosierung angeboten werden kann. Ist diese Einengung der musikalischen Perspektive hauptsächlich kommerziellen Zwängen geschuldet oder wurzelt sie in einer antiquierten Musikanschauung, deren ästhetische Maximen eher dem 19. Jahrhundert als der Gegenwart zuzuordnen sind?

Dr. Martin Elste ist Diskologe und Organologe am Musikinstrumenten-Museum des Staatlichen Instituts für Musikforschung PK, Schallplattenrezensent und Autor zahlreicher wegweisender Bücher und Aufsätze zu den Themen Interpretation und Geschichte der klassischen Musik auf Tonträgern.

Dr. Bernhard Morbach war 36 Jahre Redakteur und Moderator für Alte Musik, zuerst beim SFB, später dann beim RBB Hörfunk. Er veröffentlichte drei viel beachtete Monographien zur Musikgeschichte des Mittelalters, der Renaissance und des Barock.

Der Eintritt ist frei.
Spenden sind willkommen!

Flyer [PDF, 230 KB]

Vor der Veranstaltung führt Sabine Hoffmann durch ihre Ausstellung   Spielapparate und Übungsgeräte.
Beginn: 15.15 Uhr, Treffpunkt an der Wendeltreppe zur 1. Etage (Dauer c.a. 30 Minuten)