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Wilhelm Furtwängler, Dirigent

 

Wissenschaftliches Symposium
Freitag, den 17. Dezember 2004
11.00–18.00 Uhr
Musikinstrumenten-Museum
im Staatlichen Institut für Musikforschung PK
Tiergartenstraße 1
10785 Berlin
Curt-Sachs-Saal

Aus Anlaß des 50. Todesjahres von Wilhelm Furtwängler veranstaltet das Staatliche Institut für Musikforschung – zeitgleich mit einer Reihe von Furtwängler-Konzerten des Berliner Philharmonischen Orchesters sowie zwei Furtwängler-Ausstellungen in der Philharmonie und der Staatsbibliothek – ein eintägiges Symposium zu Ehren des Dirigenten. Und auch wenn Seitenblicke und Querverbindungen keineswegs ausgeschlossen sind, soll es dabei in erster Linie nicht um den Menschen, Politiker oder Komponisten, sondern tatsächlich um den Dirigenten und Interpreten gehen: also um das, worauf Furtwänglers historische Bedeutung letztendlich beruht, was zugleich aber auch bis heute am unzureichendsten wissenschaftlich aufgearbeitet ist. Es soll versucht werden, eine Reihe von Phänomenen genauer zu ergründen als bislang geschehen: Fragen des musikalischen Charakters und der Formgestaltung ebenso wie von Tempo und Agogik, Dynamik und Klangfarbe sowie des Zusammenhangs zwischen Dirigierbewegung und musikalischer Intention. Es referieren und diskutieren Musikwissenschaftler und Dirigenten, Peter Gülke führt ein Podiumsgespräch mit Aurèle Nicolet, dem Ersten Soloflötisten des Berliner Philharmonischen Orchesters von 1950–1959.

11.00 Uhr
Hans-Joachim Hinrichsen: "Der Sache dienen und doch gestalten." Wilhelm Furtwänglers Interpretationsästhetik im historischen Kontext

12.00 Uhr
Peter Gülke: Antiprofessionelle Meisterschaft. Über Furtwänglers Dirigieren

14.30 Uhr
Wolfgang Auhagen: Furtwänglers Tempogestaltung im Spannungsfeld zwischen Konzerttradition und Reproduktionstechnik

15.15 Uhr
Herbert Bruhn: Wilhelm Furtwängler und die Beziehung zwischen Form und Tempo

16.30 Uhr
Detlef Giese: Wilhelm Furtwängler und Otto Klemperer im Spiegel der Berliner Musikkritik der Weimarer Republik

17.15 Uhr
Aurèle Nicolet im Gespräch mit Peter Gülke

Ansprechpartner: Dr. Heinz von Loesch
Telefon +49 (0)30 254 81-130