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Digitaler Museumsguide

So geht's

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Viel Spaß!

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Mit dem neuen digitalen Museumsguide können Besucher des Musikinstrumenten-Museums nicht nur schnell und unkompliziert Informationen rund um die Objekte abrufen, sondern auch direkt mit den Wissenschaftlern des Museums in Kontakt treten.

Dazu dient ein Fragetool, das in das Multimedia-System integriert ist. Die Antworten gehen direkt per Mail an die Besucher und werden – anonymisiert – auch auf dem   Facebook-Auftritt des Museums veröffentlicht.

Die Besucher bekommen die Möglichkeit, durch ihre Fragen die Schausammlung aktiv mitzugestalten, die Besucherperspektive kann so in die wissenschaftliche Sammlungsarbeit mit einfließen.

Die Entwicklung des Guides, den es in Deutsch und Englisch gibt, ist vom Deutschen Museumsbund im Rahmen des Projekts   Hauptsache Publikum!? Das besucherorientierte Museum gefördert worden.

Beispiel: Tasten im Kasten



Eine absolute Rarität des Musikinstrumenten-Museums ist ein Cembalo, das am Hof Friedrichs II. für den Reisegebrauch zur Verfügung stand. Es wurde zwischen 1700 und 1704 in Paris gebaut, der Erfinder dieses Typs Reisecembalo (Clavecin brisé) war der Franzose Jean Marius. Das Clavecin brisé unseres Museums wurde von der Herzogin von Orléans als Reiseinstrument genutzt und dann der Königin Sophie Charlotte von Preußen geschenkt. Es ist signiert mit den Brandstempeln EXCLUSIF PRIVILEGE DU ROY und MARIUS.

Das Instrument besteht aus drei Teilen, die nach dem Einschieben der Klaviaturen so zusammengeklappt werden können, dass ein geschlossener, länglicher Kasten entsteht. Auf diese Weise könnte das Cembalo unproblematisch aufbewahrt und transportiert werden. An der linken Zarge (so werden die Seiten genannt) des Bassteils ist eine Stimmvorrichtung angebracht, mit deren Hilfe eine barocke Temperatur gelegt werden kann.

Standort


Ein Instrument für alle Fälle

Das Reisecembalo ist das einzige Tasteninstrument, das aus der Preußischen Kunstkammer an das Musikinstrumenten-Museum kam und heute noch erhalten ist. Friedrich der Große war ein leidenschaftlicher Musiker und einer der besten Flötisten seiner Zeit. Während Friedrichs ausgedehnter Feldzüge führte er Flöten mit sich und im Zeltlager stand ihm höchstwahrscheinlich ein zusammenlegbares Reisecembalo (Clavecin brisé) aus dem Hohenzollernbesitz zur Verfügung. Allerdings sind bislang keine Hinweise dazu bekannt, ob eben dieses Cembalo (Kat.-Nr. 288) mit dem König in die Schlacht zog.

Tipp: Vogelfederkiele?
Sehen Sie die Schatztruhe? Darin finden Sie Vogelfedern. Mit solchen Federkielen werden die Cembalosaiten angezupft!