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Computertomographie und historische Musikinstrumente

Wann: Do 06.12.2018, 19:00 Uhr
Wo: Curt-Sachs-Saal

µCT – ein mächtiges Werkzeug für Restaurierung und Dokumentation

Vortrag von Tom Lerch in der Reihe   Von Restauratoren erforscht der Staatlichen Museen zu Berlin

Röntgen als Werkzeug zur Erforschung und Dokumentation unsere Objekte ist eine mittlerweile seit vielen Jahrzenten bewährte Untersuchungsmethode. Nachdem in der Medizintechnik die durch die rasante Entwicklung der Computertechnologie ermöglichte räumliche Darstellung mithilfe der Röntgentomographie im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts zur Verfügung stand, erfolgten zu Beginn der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts erste Versuche, diese Methode für die Restaurierung und Konservierung von historischen Musikinstrumenten zu nutzen. Mittlerweile stehen für Forschung und Industrie leistungsfähige Röntgenanlagen zur Verfügung, die die zerstörungsfreie Untersuchung von Objekten nahezu beliebiger Größe mit Auflösungen im Mikrometerbreich ermöglichen. Im Verlauf des DFG-geförderten MUSICES-Projektes (Musikinstrumenten-Computertomographie-Examinierungs-Standard) konnten vier Objekte des Musikinstrumenten-Museum mit einer Auflösung von bis zu 40µ gescannt werden. Diese Aufnahmen ermöglichen Einblicke und Erkenntnisse, die für den künftigen Umgang mit den Objekten teilweise von entscheidender Bedeutung sind.

Dr. Tom Lerch ist Leiter der Restaurierungswerkstatt am Musikinstrumenten-Museum des Staatlichen Instituts für Musikforschung.

Eintritt frei.


Baßpommer, Inv.-Nr. 642
Links: während der Computertomographie, Foto Tom Lerch
Rechts: Mechanik auf der Vorderseite, Foto Harald Fritz